KI und Suchmaschinen

Die KI-generierte Antworten

Inhalte, Pflichten und
Auswirkungen für Unternehmen

Stand: 2026
Lesezeit: ca. 5 Minuten

 

Das Wichtigste zu KI in Suchmaschinen auf einen Blick

Die Integration von künstlicher Intelligenz in Suchmaschinen verändert die Informationssuche grundlegend. Klassische Suchergebnisse treten zunehmend in den Hintergrund, während KI-generierte Antworten dominieren. Google hat die Funktion „AI Overviews“ eingeführt, basierend auf den Gemini-Modellen. Rund 60 % der Suchanfragen enthalten bereits solche Übersichten, wodurch Nutzer seltener externe Links anklicken. Medienhäuser verzeichnen dadurch Rückgänge beim Traffic und in der Werbung, während die Konkurrenz durch ChatGPT, Perplexity oder Microsofts Copilot wächst. Gleichzeitig ergeben sich neue regulatorische Fragestellungen zu Wettbewerb, Urheberrecht, Datenschutz und Medienvielfalt.

 

Kerndaten zu KI in Suchmaschinen

Google hält etwa 90 % Marktanteil in Europa, und KI-generierte Übersichten verändern das Klickverhalten der Nutzer: 58 % der Suchanfragen enden ohne Klick auf externe Seiten. Dies führt zu Einnahmeverlusten bei Publishern und steigenden kartellrechtlichen Beschwerden gegen Google in der EU, Deutschland und dem Vereinigten Königreich. Rechtliche Diskussionen drehen sich um die Monetarisierung von KI-Übersichten, Nutzung fremder Inhalte ohne Vergütung sowie mögliche Gefahren für offene Webstrukturen und Medienvielfalt.

 

Hintergrund und Ziele

Regulatorisch sollen faire Wettbewerbsbedingungen, Transparenz und Schutz der Medienvielfalt gewährleistet werden. KI-Systeme können Fehler und sogenannte „Halluzinationen“ erzeugen, was die Rate an Fehlinformationen erhöht und kritisches Denken beeinträchtigen kann. Zudem verändert sich die Rolle von Suchmaschinen zu Gatekeepern für Informationen, was demokratische Diskurse beeinflusst. Die EU prüft daher die Auswirkungen auf Wettbewerb, Zugang zum offenen Web und Rechte von Inhalteanbietern, während Unternehmen Inhalte, Monetarisierung und KI-Nutzung im Einklang mit Urheberrecht und Datenschutz gestalten müssen.

 

Wesentlicher Inhalt

Zentrale Aspekte betreffen Wettbewerb, Urheberrecht, Datenschutz und Transparenz. Im Wettbewerbsbereich sollen KI-Funktionen verhindern, dass einzelne Anbieter marktbeherrschend werden oder den Zugang zu Informationen einschränken. Beim Urheberrecht muss die Nutzung fremder Inhalte für KI-Training genehmigt oder vergütet werden. Datenschutzrechtlich ist die DSGVO einzuhalten, insbesondere bei personenbezogenen Daten. Transparenz- und Verantwortlichkeitsanforderungen verlangen klare Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten sowie Mechanismen, um Fehlinformationen zu begrenzen. Wirtschaftlich wirkt sich die Regulierung auf die Monetarisierung von KI-Inhalten aus, da Werbung und Inhalte im Einklang mit Rechteinhabern stehen müssen. Insgesamt verzögern diese Anforderungen die Einführung von KI-gestützten Suchfunktionen in der EU, während die Europäische Kommission die Auswirkungen auf Wettbewerb, offene Webzugänge und Medienvielfalt prüft.

 

Sanktionen und Durchsetzung

Die Regelungen werden über den Digital Services Act, Digital Markets Act und das kommende KI-Gesetz durchgesetzt. Verstöße können zu Bußgeldern, Einschränkungen neuer Funktionen oder Wettbewerbsuntersuchungen führen. Unternehmen müssen technische Maßnahmen zur Transparenz, Fehlerkontrolle und Nachvollziehbarkeit implementieren und ihre Geschäftsmodelle regulatorisch anpassen, um Sanktionen zu vermeiden.

 

Quelle

Die wichtigsten Fragen – kurz beantwortet

EU AI Act Compliance as a Service